EMKA Aluminium im Profil: Leichtbau in Perfektion
In der rund 5.000 Quadratmeter großen Produktionshalle entstehen im Druckguss-, Schmiede- und Reibschweißverfahren passgenaue Lösungen für unterschiedliche Kundenbedürfnisse. Was den Standort dabei besonders macht, ist das Zusammenspiel der drei Verfahren an einem Ort – ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Seit 2021 ist EMKA Aluminium wieder vollständig Teil der EMKA Gruppe. Die Integration hat den Standort strukturell gestärkt und die Weichen für die Zukunft gestellt. Heute glänzt der Standort für moderne Aluminiumverarbeitung mit technischer Vielfalt, hohem Automatisierungsgrad und einem wachsenden Kundenkreis. In der Fertigung entstehen jährlich 13,5 Millionen Teile – rund 90 Prozent davon für externe Industriekunden. Noch bis vor wenigen Jahren machte die Automobilindustrie den Großteil der Produktion in Wuppertal aus, insbesondere mit Komponenten für Fahrwerke.
Heute beliefert EMKA Aluminium neben der Automotive-Branche auch Kunden aus der Bahnindustrie, der Gebäudetechnik oder dem Bereich der erneuerbaren Energien. Ein Beispiel dafür ist ein konzernübergreifendes Projekt für einen Motor für Verdunklungssysteme: In Wuppertal werden Aluminiumkomponenten gefertigt, die im Werk in Bosnien weiterverarbeitet und montiert werden – eine optimale Verzahnung von Produktion und Logistik über Standortgrenzen hinweg.
Aluminium spielt dabei eine zentrale Rolle: EMKA verarbeitet jährlich rund 3.000 Tonnen Aluminiumlegierungen. Der Werkstoff ist leicht, stabil, zu 100 Prozent recycelbar und von Natur aus stark korrosionsbeständig. Insbesondere bei Anwendungen, bei denen es auf Gewicht, Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit ankommt, punktet es gegenüber Edelstahl oder Zink. Auch preislich kann Aluminium eine interessante Alternative sein.


Drei Verfahren perfekt kombiniert
EMKA Aluminium setzt auf drei Verfahren: Aluminium-Druckguss, Schmieden und Reibschweißen. Im Fokus steht der Druckguss. Neun Maschinen mit Schließkräften zwischen 220 und 1.250 Tonnen laufen im Mehrschichtbetrieb, automatisiert durch Roboter für Entnahme, Entgraten und Sortieren. Die anschließende CNC-Bearbeitung erfolgt auf modernen Bearbeitungszentren, die einbaufertige Bauteile ermöglichen. Das Schmiedeverfahren kommt überall dort zum Einsatz, wo höchste Materialdichte und Belastbarkeit gefordert sind, zum Beispiel bei sicherheitskritischen Fahrwerkskomponenten.
Die manuelle Bestückung des Schmiedewerkzeuges macht dieses Verfahren für Klein- und Mittelserien attraktiv. Das Rotationsreibschweißen rundet das Profil ab.
Dabei werden beispielsweise Schmiedeteile und Aluminiumrohre ohne Schweißzusätze porenfrei und hochfest miteinander verbunden. Der Standort gehört zu den wenigen in Deutschland, die dieses Verfahren anbieten. Auch Stahl und Kupfer können auf Wunsch verarbeitet werden. Dank dieser technologischen Breite ist EMKA Aluminium ein eigenständiger Spezialist und zugleich fester Bestandteil der EMKA Gruppe.